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das Mädchen schrieb am 28.02.2018 um 12:56 Uhr:

Märchen mit Happy End

Der Fluch und der magische Spiegel Es war einmal ein wunderschönes Mädchen, das wurde von einer bösen Hexe verflucht. Die Hexe verwandelte sie in einen Baum, und nur einmal im Jahr, für nur eine einzige Nacht konnte sie wieder ihre menschliche Gestalt annehmen und mit anderen Menschen in Kontakt treten. Erlösen würde sie nur ein Mann, der sie aus wahrer Liebe zur Frau nehme. Doch jede Abweisung würde ihr erheblichen Schaden zufügen und sie konnte sogar daran sterben. Im Laufe der Zeit kam so mancher Prinz daher und auch einfache Bauerntölpel. Sie alle versprachen ihr die große Liebe und immer für sie da zu sein, doch keiner von ihnen hatte ehrliche Absichten. Für die war es nur ein Spiel, das schnell langweilig wurde und es war ihnen egal, was mit dem Mädchen passierte. So hatte sie schon viele Verletzungen davongetragen. Der Baum hatte kaum noch Äste, eine vernarbte Oberfläche und sah kränklich aus. Eines Tages kam ein König in den Wald. Er feierte gerne, trank reichlich Bier und war stets in lustiger Gesellschaft. Doch gleichzeitig umgab ihn eine melancholische Aura. Und nachts, wenn sein Gefolge schlief, lag er wach und weinte oder dachte nach. In der Gestalt des Baumes bekam das Mädchen das mit und wünschte sich, für ihn da zu sein, seine Wunden zu heilen und mit ihm zu lachen. In einer der Nächte war es wieder so weit und sie verwandelte sich in ihre Menschengestalt. Endlich konnte sie zu ihm, mit ihm sprechen, ihn berühren. Sie und der König verliebten sich sehr schnell ineinander. Doch der König betrachtete die Welt stets durch einen magischen Spiegel, den ihm seine ehemals Versprochene gab, als sie ihn verließ. Der König hatte seinen Verlust nie wirklich überwunden und blieb auf der andauernden Suche nach ihr. Nun, da er durch den Spiegel auf das Mädchen sah, glaubte er seine ehemals Geliebte zu erblicken. Und er willigte – noch immer den Illusionen erlegen – bereitwillig ein, sie von dem Fluch zu erlösen. Doch weil seine Liebe nicht ihr galt, sondern noch immer seiner verflossenen Liebe, fuhr ein Blitz in den Baum und teilte ihn entzwei. Das Mädchen blieb noch gerade so am leben, aber alles Gute, jede Hoffnung und Freude waren von ihr abgefallen. Für einen Moment betrachtete der König sie ohne den Spiegel, sah, wie sie wirklich ist und hielt sie für eine Betrügerin, weil er zuvor seine ehemals Geliebte in ihr gesehen hatte, die er jetzt nicht mehr sah. Er begab sich weiter auf die Suche und blieb weiter traurig und allein. ************************************************* Eine enge Freundin und Beraterin des Königs bekam das mit und beschloß zu helfen. Heimlich stahl sie dem König seinen Spiegel und zerschmetterte ihn auf einem Stein. Zunächst war der König sehr verzweifelt, als er bemerkte, daß das einzige, was ihm noch von seiner großen Liebe geblieben war, verschwunden ist. Er war wütend und voll Schmerz, ganz außer sich, suchte Tag und Nacht nach dem Spiegel, von dem er glaubte, er würde ihn zu ihr führen. Doch mit der Zeit wurde er ruhiger. Er bemerkte noch nicht, welche Last ihm mit den Illusionen genommen wurde und daß er seine Welt nun so sehen konnte, wie sie war, doch es wurde besser. Eines Tages kam er wieder in den Wald. Er erinnerte sich an das Mädchen von damals. Und nun, da auch seine Erinnerungen ungetrübt waren, tat es ihm leid, was er ihr getan hatte. Wie es das Schicksal so wollte, war es genau jene Nacht, in der sie sich wieder in ihre menschliche Gestalt verwandelte. Doch sie unternahm nichts, saß einfach nur da und weinte. Da ging er zu ihr, nahm sie in den Arm und erneuerte sein Versprechen. Mit wachen Augen schaute er sie an, küßte sie und wußte, daß es diesmal wirklich Liebe war. Endlich war der Fluch gebrochen. Es wurde Hochzeit gefeiert, die Wunden waren verheilt und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende. So sei es!

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